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Endlich ;) ...

Lange hat’s gedauert, aber nun bekommt ihr auch einen ausführlichen Bericht über die Geburt und grob weg die Tage danach und die spannenden Ereignisse.

Am 4.7. haben meine Wehen eingesetzt, so ziemlich zur Halbzeit des Fußballspiels Deutschland gegen Italien. Nachts sind wir dann ins Krankenhaus gefahren will die Wehen alle 3 Minuten kamen. Am Krankenhaus angekommen, aus dem Auto ausgestiegen kam noch eine Wehe. Ans CTG und es kam keine Wehe mehr, der Muttermund war noch geschlossen, der Gebärmutterhals stand noch. Also durfte ich wieder nach Hause fahren. Sollte aber am nächsten Morgen wieder kommen und noch mal CTG schreiben lassen.

Wir also wieder nach Hause gefahren und schlafen gelegt. Klappte auch soweit hervorragend, denn von Wehen war keine Spur mehr.

Am 5.7. waren wir dann pünktlich um 8 Uhr wieder im Krankenhaus, wo erneut ein CTG geschrieben wurde, welches aussagte, dass weiterhin keine Wehen vorhanden sind. Also musste ich noch zum Arzt in die Praxis, die Gott sei Dank direkt auch im Krakenhausgebäude ist, und ein Gespräch führen.
Da ich ja zu dem Zeitpunkt schon 5 Tage über Termin war, hätte er Aufgrund der Zeit schon eine Geburt einleiten wollen. Aber zu so einem richtigen Gespräch gehört auch immer noch ein Ultraschall, was mein behandelnder Frauenarzt eigentlich schon direkt bei Überfälligkeit hätte machen müssen. Auf diesem Ultraschall hat er dann festgestellt, dass der Mutterkuchen schon verkalkt war und meine kleine nicht mehr ausreichend Fruchtwasser hatte.
Und so musste ich dann direkt an den Wehentropf um zu sehen, wie Zoe auf Wehen reagiert. Klappte alles soweit hervorragend. Aber ich musste im Krankenhaus bleiben, weil ich nachmittags noch eine Wehentablette gelegt bekommen sollte (was auch Wehenfördernd ist) und danach muss man generell zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.
Nachdem die Wehentablette lag, musste ich laufen laufen laufen. Grausam, wo ich Sport doch ohnehin nicht leiden kann. Abends kam Mama dann ins Krankenhaus und wir haben das Gelände rund ums Krankenhaus erkundet.

Am 6.7. morgens um 5 Uhr kam die Hebamme ins Zimmer, guckt mich ein bisschen überrascht an, weil ich schon wach war und sagt zu mir, dass sie mich eigentlich wecken wollte. Ich lächelte und meinte, dass ich gehofft hatte, dass sie wenigstens bis nach dem Frühstück warten würden.
Um halb 6 lag ich dann im Kreissaal am Wehentropf und die Dosis wurde halbstündlich erhöht, so dass die Wehen immer stärker wurden. Irgendwann gegen 7 Uhr war Mama dann endlich da, so genau kann ich mich aber an die Uhrzeit nicht mehr erinnern, weil ich jedes Zeitgefühl verloren hatte.
Ich glaube es war schon 8.30 Uhr als die Hebamme meine Fruchtblase aufgestochen hat. Ich muss sagen, der Druck nach unten war so ekelig, dass ich mich direkt mal übergeben musste. Nachdem sich mein Magen so halbwegs wieder beruhigt hatte, musste ich wieder laufen, weil der Gebärmuttermund noch immer nicht offen war. Half aber nichts, denn die Wehen waren inzwischen so schmerzhaft geworden, dass ich nicht viel laufen konnte. Wieder zurück auf dem Kreisbett ging es dann richtig fix.
Witzig war die erste Presswehe. Die Hebamme sagte immer: Atmen, du musst atmen. Und ich hab sie angeschrieen: Ich muss pressen! Die will da JETZT raus! Und die Hebamme sagt: Nein, du musst atmen … tastet nach dem Gebärmuttermund und schreit plötzlich: du musst pressen! Feste! …. Bla bla

Und um 9.23Uhr war sie dann endlich auf der Welt und alle Schmerzen wie weggeblasen. Sie war stolze 3500 Gramm leicht, 54 cm klein und hatte einen Kopfumfang von 36 cm.

Ich habe diese Phänomen nie verstanden oder nachvollziehen können, wenn mir das jemand versucht hat zu erklären. Aber es ist genau so unbeschreiblich, wie sie immer alle sagen .


Nun ja, die erste Zeit war anstrengend und verdammt ungewohnt, also entschloss ich mich, die erste Woche bei meinen Eltern zu bleiben.
Was, wie sich im Nachhinein herausstellte, wohl unser größtes Glück war. Denn die Nacht vom 14.7. auf den 15.7. ist meine Wohnung ausgebrannt. Erst ging die Kripo von einem technischen Defekt aus, doch schnell erkannten Sie, dass die Überreste vom Fernseher fehlten. Was jetzt dazu führt, dass wegen Brandstiftung gegen unbekannt ermittelt wird.

Ich möchte diesbezüglich nicht weiter ins Detail gehen, weil es mich doch noch arg mit nimmt und ich brauche meine Kraft für wichtigere Dinge, als mich über die Idioten aufzuregen, die mir meine ganze Existenz geraubt haben.

Soweit war es das erstmal, was ich so mitzuteilen habe. Sollte ich mal wieder Lust und vor allem Zeit haben zu schreiben, werde ich dies tun und euch mit Neuigkeiten beglücken .
7.8.06 08:36
 


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